:: Lyrik im Keller ::

lyrikkonzert parasitenpresse

Termin Details


#lyrik_findet_statt

Ein Lyrik-Konzert in Alt-Wiener Ambiente. Junge Lyrikerinnen und Lyriker aus Österreich und Deutschland lesen unter musikalischer Begleitung aus ihren Texten.
Mit jungen Klängen aus Wien und Niederösterreich.

Wir freuen uns auf einen lyrisch-musikalischen Abend mit dem Kölner Independent Verlag PARASITENPRESSE – diesmal mit Österreich-Schwerpunkt im Verlagsprogramm, den AutorInnen Astrid Nischkauer, Adrian Kasnitz (u. a. i. seiner Rolle als Verleger der parasitenpresse), Kinga Tóth, Ilse Kilic und Fritz Widhalm (Edition Fröhliches Wohnzimmer)  und der Wiener Band DRITTE HAND!

 

Wir freuen uns auf Poesie, Dialekt & vielseitige Töne und Klänge!

Wir freuen uns auf eine Wien-Köln-Begegnung, die das poetische Wesen des Schreibens mit dem jenem der Musik verbindet …

 

Unter dem Motto #lyrik_findet_statt dürfen wir die Künsterinnen und Künstler an dieser Stelle vorstellen:

 

Die AutorInnen

 

Kinga Tóth liest Ausschnitte aus PARTY.

 

»In diesem kleinen Horrorbuch habe ich über viele Tabus in meinem Land geschrieben: über die Probleme von Queers, über Rassismus. All das, worüber man nicht sprechen kann oder soll. Problematisch ist aber auch, dass man in Ungarn derzeit nicht genau weiß, wann man ein Tabu angreift, weil die Regeln sich immer verändern – wie in meinem Buch. Party handelt von einer Welt, in der die Regeln sich immer wieder verschieben und man nie weiß, ob man der Spielleiter oder nur ein Mitspieler, Gewinner oder Verlierer ist«, schreibt Kinga Tóth über ihr neues Buch.

 

Kinga Tóth, geb. 1983, lebt in Ungarn, Österreich und Deutschland. Sie ist Sprachwissenschaftlerin, (Klang-)Poet-Illustratorin und Kulturmanagerin. Ihre Texte inszeniert sie als Performance und mit Installationen. Preise und Stipendien: Iowa Writer Academy, LCB, Bosch-Wimmelforschung, Solitude Akademie, Havirov, Visegrad-Bratislava, Eduard-Rosenthal-Stipendium, GEDOK, Hazai-Attila-Preis für Literatur. Zu ihren Publikationen zählen Gedichtbände (auf Ungarisch, Deutsch und Englisch) mit Illustrationen: Zsúr(Party, Prae, 2013), ALL MACHINE/Allmaschine (Akademie Schloss Solitude, Magvet), Village 024 (Melting Books), Mondgesichter (Magvet, 2017), Flugschrift-Sprachbau (2018). In der parasitenpresse erschien u. a. Wir bauen eine Stadt (2016). Derzeit ist sie Stadtschreiberin in Graz und arbeitet an neuen Text-Klangprojekten.

 

Kinga Tóth: Party. Gedichte und Zeichnungen. 60 S., Köln: parasitenpresse 2019.

 

http://tothkinga.blogspot.com

 

 

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Astrid Nischkauer liest Ausschnitte aus SATYR MIT THUNFISCH.

»Hier offenbart Nischkauer auf anschauliche Weise diesen spezifischen Mehrwert des Interdisziplinären im künstlerischen Arbeiten an sich«, schreibt Marcus Neuert bei Fixpoetry über ihre Museumsgedichte mit Wien-Bezug.
Und weiter: »In ihren Gedichten spiegelt sich nicht einfach ein kongenialer innerer Bezug zum bildnerischen Kunstwerk (auch das allein wäre ja schon geeignet, reizvolle und zur Reflexion anregende Rezeptionsmomente zu schaffen), sondern eine ganz enge Verschränkung der beiden unabhängigen Produktionsebenen. Dass sich im konkreten Fall, ausgehend vom bereits vorhandenen Dinglich-Bildnerischen, nur die Sprache eben darauf beziehen kann und nicht unmittelbar umgekehrt sich bildnerisches Schaffen an Sprache orientiert, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich dadurch trotzdem auch das Bild verändert – nämlich durch die individuelle Sichtweise darauf, die ohne das Gedicht eine andere wäre – oder zumindest sein könnte.«

 

»Dieser Band ist vieles, es kommt immer drauf an, wie man ihn liest: als ein Spiel der Bezüge, eine Einladung zum Schauen, eine Reise durch Museumswelten und ihre Atmosphären, als persönliche Aufzeichnungen, als fröhliche Philosophie des Staunens.«

(Timo Brandt auf signaturen-magazin.de)

 

Astrid Nischkauer, geboren 1989, studierte Germanistik (Diplomarbeit über Ernst Jandl und Ian Hamilton Finlay) und Komparatistik (Masterarbeit über “Poèmes fondus” von Michelle Grangaud). Gedichte, Übersetzungen, Rezensionen und Literarische Selbstgespräche. Lebt zwischen Bücherbergen und in Wien.

 

Astrid Nischkauer: Satyr mit Thunfisch. Gedichte. 90 S., Köln: parasitenpresse 2018.

 

https://astridnischkauer.wordpress.com

 

 

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Adrian Kasnitz begegnet uns hier in seiner Doppelrolle als Gründer seines Literaturverlags parasitenpresse wie als Autor, der aus seinem Gedichtband KALENDARIUM#4 vorträgt.

 

Über parasitenpresse:

 

Der Literaturverlag wurde im Jahr 2000 von Adrian Kasnitz gegründet, der Programmschwerpunkt ist dabei auf neue deutschsprachige und internationale Lyrik gerichtet.

In der Lyrikheft-Reihe werden jüngere AutorInnen und ihre neuen Texte vorgestellt. Umfangreicher sind die Lyrik-Taschenbücher, die man unter dem Reihentitel Die nummernlosen Bücher kennt. Die Reihe paradosis widmet sich kürzeren Textformen wie Prosa, Listen, kurzen Erzählungen, Kurzdramen oder poetischen Buchobjekten.

Fremdsprachige Lyrik in Übersetzung ist ebenfalls ein Teil des Programms. Hier liegt der Schwerpunkt auf den westlichen Nachbarländern Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sowie auf Poesie aus Südamerika, lose ergänzt um Übertragungen aus anderen Sprachen wie dem Dänischen, Griechischen, Lettischen, Mazedonischen und Norwegischen.

Derzeit erscheinen zehn bis zwölf neue Titel im Jahr.

 

Über die Kalendarium-Reihe in der parasitenpresse:

 

Ein weiterer Monat folgt im Kalendarium-Projekt und legt sich wie ein Jahresring um die Zeit. Einerseits ergänzt Monat um Monat das komplette Jahr. Andererseits wächst Schicht um Schicht über das Referenzjahr. Kalendarium #4 von Adrian Kasnitz beinhaltet 30 April-Gedichte und vier Polaroid-Collagen des Autors. Das Lektorat besorgte diesmal Kathrin Bach. Das Umschlagkonzept stammt wie immer vom Kölner Graphikbüro Kikkerbillen.

 

Adrian Kasnitz, 1974 an der Ostsee geboren, aufgewachsen in den westfälischen Bergen, lebt in Köln. Von ihm erschienen zuletzt die Gedichtbände Kalendarium #1 bis #4 (parasitenpresse 2015f.), und Glückliche Niederlagen (Sprungturm 2016) sowie der Roman Bessermann (Launenweber 2017).

 

 

Adrian Kasnitz: Kalendarium #4. Gedichte. 44 S., Köln: parasitepresse 2018.

 

 

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Lyrisches Wien-Special:

Sophie Reyer liest aus »P.ROSA Textpartitur« (von Sophie Reyer und Petra Ganglbauer,
erschienen im Klever Verlag, Wien).

http://klever-verlag.com/buecher/p-rosa-textpartitur/

Sophie Reyer, geboren 1984, ist freischaffende Schriftstellerin und Künstlerin und Trägerin zahlreicher Preise und Stipendien.
Sie schreibt in allen literarischen Gattungen und mit großer stilistischer Bandbreite und ist Redaktionsmitglied der Lichtungen und veröffentlicht Lyrik- und Prosa-Texte sowie in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien.

 

Die Musiker

 

DRITTE HAND – das sind:

 

Mario Schlager: Gesang, Gitarre

Adele Knall: Kontrabass, Backing Vocals

Bernhard Scheiblauer: Hammond Synth, Backing Vocals

David Bergstötter: Drums, Backing Vocals

An diesem Abend mit dabei: Ann Cotten

 

»Dritte Hand ist eine Band aus dem Mostviertel und singt im dortigen Dialekt und auf Deutsch. Eine raue und sanfte Poesie trifft auf die krachende und die schöne Gitarre, auf treibende Rhythmen und auf die eindringlichsten Orgelklänge, seit Jim Morrisson die Doors alleine gelassen hat und Ray Manzarek der Stecker rausgezogen wurde.«
– Medienfaktur Wien

 

http://drittehandmusik.at

 

DRITTE HAND hat bereits mit zahlreichen österreichischen / deutschsprachigen  JungautorInnen, u. a. mit Ann Cotten und Katharina Ferner, Sprach- und Lyrikkonzerte veranstaltet – und wir sind sehr glücklich darüber, die ambitionierte Band mit Österreich- und Lyrik-Schwerpunkt nun auch im ORLANDO Kultur Keller im Rahmen eines jungen literarischen Abends begrüßen zu dürfen.

 

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D. LESUNGSPERFORMANCE // Lyrik-Gig  findet als Veranstaltung des Kulturvereins ORLANDO Kultur im Keller statt und wird durch Förderungen der MA7  unterstützt.

Wir bedanken uns herzlich!

 

Der Eintritt ist frei.
Die Künstlerinnen & Künstler freuen sich über freiwillige Spenden.

Seht und hört euch das an!
Wir freuen uns auf Ihren/euren Besuch!